Fotorange: Foto- & Vegetarier-blog

Kinderarbeit für Schokolade

40 Prozent des weltweit gehandelten Rohkakaos stammen von der Elfenbeinküste – laut der Organisation Anti-Slavery International arbeiten dort rund 200.000 Kinder im Kakaoanbau.

Die Umweltorganisation Greenpeace berichtet von Zehnjährigen, die im Kakaogürtel der Elfenbeinküste durch die harte Arbeit unter Hautkrankheiten sowie schweren Verletzungen leiden, teils zugefügt von Arbeitgebern. Sie müssen ohne Schutzkleidung mit Macheten und Pestiziden hantieren, stundenlang unter sengender Hitze für Hungerlöhne arbeiten, teils verschleppt und auf Plantagen eingesperrt, nur mit einem Minimum an Essen und Trinken. Die Kinder schuften oft über zwölf Stunden am Tag, sieben Tage die Woche – und das bei glühender Hitze.

Von der Kinderarbeit profitieren die dortansässigen Bauern jedoch kaum. Fünf große Unternehmen kontrollieren 80% des Handels – sie kaufen die Bohnen in den Anbauländern, verschiffen sie in die USA oder in die EU und veredeln sie häufig auch noch selbst zu Kakao. Die Verarbeitung wirft satte Gewinne ab, von denen die Wirtschaft der westafrikanischen Länder ebenfalls nicht profitiert. So erwirtschaften die sechs größten Konzerne 60 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Naschzeug aus Schokolade. Auf den Marktführer Mars folgen Nestlé und Kraft Foods.

Einzig Schokolade aus ökologischer Produktion und mit dem Fairtrade-Siegel verhindert illegale Kinderarbeit und Zwangsarbeit.

Dieser Link zeigt eine Liste von Schokoherstellern mit dem Fairtrade-Siegel sowie Marken & Herstellern die konventionell  produzieren, d.h. keine Garantie das Kinderarbeit, Gentechnik und Massentierhaltung ausgeschlossen werden können.

Quellen, sowie weitere Infos zu diesem Thema:

  • So süß und doch so bitter
  • Aktiv gegen Kinderarbeit
  • theobroma-cacao
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